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Campervan in Schwedisch Lappland bei Kiruna
Schweden Lappland Winter -37°C

Trip nach Kiruna
& Abisko

Ein Härtetest im schwedischen Lappland – mit Polarlichtern, Schneemobilen und Nächten bei -30 Grad im Camper.

calendar_today Januar schedule 10–12 Tage directions_car Vito & V-Klasse Expedition

-37°C

Tiefsttemperatur

~2h

Tageslicht / Tag

10-12

Tage unterwegs

2

Fahrzeuge

Anfang Januar, zwei Offtrack-Camper, eine Mission: rauf in den hohen Norden, so weit wie möglich. Unser Ziel – Kiruna und der Abisko-Nationalpark in Schwedisch Lappland.

Was als Content-Trip und Fahrzeugtest begann, wurde schnell zu einem der eindrucksvollsten Reiseerlebnisse überhaupt. Insgesamt waren wir etwa 10 bis 12 Tage unterwegs: jeweils rund drei Tage für die Hin- und Rückfahrt und etwa vier Tage vor Ort. Mit unserem Vito Expedition Pro und der V-Klasse Expedition ging es durch Schnee, Eis und eine Welt, die sich anfühlt, als wäre sie von einem anderen Planeten.

Die Route

Von Hamburg hinter den Polarkreis

Unsere Route führte uns von Hamburg über Stockholm und Luleå nach Kiruna und schließlich in den Abisko-Nationalpark. Hin- und Rückweg waren identisch – ein langer, aber unglaublich abwechslungsreicher Roadtrip quer durch Skandinavien.

Landschaft & Natur

Eine komplett andere Welt

Was einen in Schwedisch Lappland im Januar erwartet, lässt sich schwer in Worte fassen. Nur rund zwei Stunden Tageslicht pro Tag, dafür ein Licht, das so klar und besonders ist, wie man es nirgendwo sonst findet. Extrem viel Schnee, eisige Temperaturen und eine Stille, die fast unwirklich ist.

Die Landschaft wechselt auf dem Weg nach Norden stark: Rund um Kiruna dominieren endlose Wälder, während in Abisko die Berge dazukommen – alles in tiefem Schnee, weite, unberührte Flächen, soweit das Auge reicht. Wir haben unterwegs sehr viele Tiere gesehen, darunter immer wieder Rentiere.

Das Gefühl dort oben ist schwer zu beschreiben – es ist, als würde man eine komplett andere Welt betreten. Surreal, still und unfassbar beeindruckend.

Offtrack Camper und Schneemobil in verschneiter Landschaft
Unterwegs

Fahren im Winter in Lappland

Die Straßen in Schwedisch Lappland sind im Winter fast durchgehend vereist. Locals fahren ausschließlich mit Spikereifen – und das merkt man. Wer dort oben unterwegs ist, muss extrem vorsichtig fahren. Dafür hatten wir insgesamt sehr gutes Wetter: oft klar und sonnig, aber eben bei brutalen Temperaturen bis -37 Grad.

Was uns positiv überrascht hat: Die Menschen im Norden sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Und obwohl die Bedingungen extrem sind, funktioniert dort oben alles erstaunlich gut – die Schweden haben sich an ihren Winter perfekt angepasst.

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Kleine Krise auf der Autobahn

Unterwegs hatte eines der Fahrzeuge plötzlich kaum noch Leistung. Die Ursache: Der Luftfilter war komplett vereist und voller Schnee. An der nächsten Tankstelle befreit – und danach lief alles wieder einwandfrei. Ein Learning, das man im Hinterkopf behalten sollte, wenn man bei solchen Temperaturen unterwegs ist.

Camper Life

Schlafen bei -30 Grad

Kann man bei -30 Grad im Camper übernachten? Kurze Antwort: Ja, problemlos – wenn das Setup stimmt. Unsere Standheizung lief die ganze Nacht, dazu magnetische Isoliermatten an den Fenstern und ein normaler Schlafsack. Das Ergebnis: angenehm warm, die ganze Nacht durch.

Beide Fahrzeuge blieben durchgehend warm, und die Motoren sprangen am nächsten Morgen jedes Mal problemlos an – trotz Temperaturen, die teilweise bei -37 Grad lagen.

Was wirklich herausfordernd war: Alles, was draußen stattfindet. Bei diesen Temperaturen ist selbst das Umziehen eine Prüfung. Aber drinnen, in unserem Offtrack-Setup, war es absolut machbar – und das ist wahrscheinlich das stärkste Argument für einen gut ausgebauten Camper.

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Standheizung

Absolut essentiell. Ohne Standheizung geht bei diesen Temperaturen gar nichts. Sie lief die ganze Nacht und hielt beide Fahrzeuge zuverlässig warm.

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Magnetische Isoliermatten

Der zweite entscheidende Faktor. Die Isoliermatten an den Fenstern halten die Kälte draußen und die Wärme drinnen.

Frei stehen

Jeden Abend ein neuer Spot

Während des gesamten Trips haben wir komplett frei gestanden – keine Campingplätze, keine Buchungen. Jeden Abend haben wir uns einen neuen Spot gesucht. Was man dabei wissen muss: Im Winter sind viele Parkplätze und Stellplätze nicht geräumt. Das schränkt die Auswahl ein, macht das Ganze aber auch umso abenteuerlicher.

Aktivitäten & Erlebnisse

Was man erleben kann

Kiruna ist der perfekte Ausgangspunkt für Touren in der Region. Von hier aus kann man das berühmte Eishotel besuchen, Rentierfarmen erkunden, Huskytouren machen oder Wanderungen in der Winterlandschaft unternehmen.

1

Schneemobil-Tour

Mit Outback Abisko durch den Nationalpark – absolut empfehlenswert. Die Weite der Landschaft auf dem Schneemobil zu erleben ist unglaublich.

2

Sami-Rentierfarm

Ein einmaliger Einblick in die Kultur der Sami. Mehr unter sami-reindeer.se.

3

Eis- & Schneewanderungen

Spektakuläre Wanderungen durch den Abisko-Nationalpark. Die extreme Stille macht jeden Schritt besonders.

4

Polarlichter

Tipp: Die App „Aurora" liefert zuverlässige Polarlicht-Vorhersagen und hilft bei der Planung.

Der magische Moment

Abends nahe Kiruna: Ein Elch mit Kalb direkt vor dem Auto. Das Tier wirkte größer als das Fahrzeug – absolut magisch.

Reisetipps

Tipps für andere Reisende

date_range

Beste Reisezeit

Laut den Locals: Mitte bis Ende Februar. Mehr Tageslicht als im Januar, aber immer noch Winter-Wonderland pur. Und die Chancen auf Polarlichter sind genauso gut.

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Packliste Essentials

Sehr warme Kleidung (Schichtprinzip), richtig gute Schuhe, Fäustlinge (keine Fingerhandschuhe!) und eine warme Mütze.

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Fahren im Winter

Vorsichtig fahren – die Straßen sind fast durchgehend vereist. Spikereifen sind dort oben Standard. Und immer daran denken: Der Luftfilter kann bei extremer Kälte vereisen.

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Polarlichter

Die App „Aurora" nutzen – sie liefert zuverlässige Vorhersagen für Polarlichter und hilft, den besten Zeitpunkt und Ort zum Beobachten zu finden.

auto_awesome Fun Facts vom Trip

Bei -37°C friert sogar der Schaum von Cola sofort ein

Nur ca. 2 Stunden Tageslicht pro Tag – dafür einzigartiges Licht

Spikes auf den Straßen sind dort absoluter Standard

Extreme Stille und Weite – wie auf einem anderen Planeten

Fazit

Absolut empfehlenswert

Dieser Trip hat alles übertroffen, was wir erwartet haben. Die Natur in Schwedisch Lappland ist unfassbar beeindruckend, die Menschen sind extrem freundlich, und das Gefühl, in dieser fast surrealen Winterwelt unterwegs zu sein, ist unbeschreiblich intensiv.

Für wen ist so eine Reise? Für alle, die etwas völlig Neues erleben wollen. Für Abenteurer und Naturliebhaber, die keine Angst vor Kälte haben und bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen.

Mit dem richtigen Setup sind selbst solche Extrembedingungen absolut machbar. Unsere Offtrack-Camper haben den Härtetest mit Bravour bestanden.

directions_car Unsere Fahrzeuge auf diesem Trip

Vito Expedition Pro

Kompakt & wendig

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V-Klasse Expedition

Geräumig & komfortabel

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Offtrack Camper